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Das Wichtigste in Kürze

  • Offpage-SEO sind Signale von ausserhalb Ihrer Website: Backlinks, Verzeichniseinträge, Erwähnungen und Bewertungen.
  • Google prüft, ob bekannte Websites auf Inhalte verweisen. Für lokale Ergebnisse zählt laut Google auch die Zahl der Websites, die auf Ihr Unternehmen verweisen.
  • In unserer Erhebung bei 93 Handwerksbetrieben zitierte ChatGPT bei 53 Betrieben ein Online-Branchenverzeichnis als Quelle.

Die Kurzantwort: Was ist Offpage-SEO?

Offpage-SEO umfasst alle Massnahmen ausserhalb Ihrer eigenen Website, die zeigen, dass andere Ihnen vertrauen: Links von anderen Websites (Backlinks), Einträge in Verzeichnissen, Erwähnungen in Medien und bei Verbänden sowie Bewertungen. Die wichtigsten Massnahmen für ein KMU sind vollständige Verzeichniseinträge, Mitgliedschaften mit eigener Profilseite, Partnerschaften mit Herstellern und Lieferanten und Inhalte, die andere gern verlinken.

Was auf Ihrer eigenen Website zählt, steht im Artikel Onpage-SEO für KMU.

Ja. Google prüft nach eigener Aussage, ob bekannte Websites auf Inhalte verweisen, weil das in der Regel auf eine vertrauenswürdige Quelle hindeutet. Für die lokale Suche nennt Google ausdrücklich die Zahl der Websites, die auf ein Unternehmen verweisen, als Teil der Bekanntheit, neben der Zahl der Rezensionen.

Wie stark ein einzelner Link wirkt, sagt Google nicht. Klar ist nur die Grenze: Links, die allein fürs Ranking gekauft werden, und exzessiver Linktausch verstossen gegen die Spam-Richtlinien von Google.

Ein Backlink ist ein Link von einer fremden Website auf Ihre. Gut ist er, wenn er von einer echten, thematisch oder regional passenden Seite kommt, den Lesern dort etwas bringt und freiwillig gesetzt wurde. Fünf Merkmale helfen bei der Einschätzung:

  • Passend: Die Seite gehört zu Ihrer Branche, Ihrer Region oder Ihrer Kundengruppe.
  • Echt: Die Seite hat eigene Inhalte und eigene Besucher, sie existiert nicht nur für Links.
  • Redaktionell: Der Link steht dort, weil er Lesern hilft, nicht weil jemand dafür bezahlt hat.
  • Beschreibend: Der Linktext nennt Ihre Firma oder Ihre Leistung, nicht "hier".
  • Gekennzeichnet, wenn bezahlt: Bezahlte Links tragen rel="sponsored" oder rel="nofollow", so verlangt es Google.

Die besten Quellen liegen dort, wo Ihre Kunden und Partner ohnehin unterwegs sind. Für Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe in der Schweiz sind das vor allem diese:

Tabelle seitlich wischbar.

Quellen für Backlinks von Schweizer KMU
QuelleBeispieleWeg hinein
Branchenverzeichnisselocal.ch, search.ch, ofri.ch, ranq.chEintrag übernehmen, vollständig und einheitlich pflegen
Verbände und FachpartnersuchenEIT.swiss, suissetec, Swissolar, Holzbau Schweiz, JardinSuisseMitgliedschaft, Profil auf der Verbandsseite
Hersteller und LieferantenInstallateur- oder Partnersuche eines HerstellersPartnerprogramm, Schulung, Zertifizierung
Gemeinde und GewerbevereinGewerbeverzeichnis, Liste der LehrbetriebeFormular bei der Gemeinde, Mitgliedschaft
Regionale und FachmedienLokalzeitung, Fachzeitschrift der BrancheFachbeitrag, Expertenstimme, Medienmitteilung
Kunden und PartnerProjektberichte, ReferenzseitenNach Projektabschluss fragen
Bildung und VereineBerufsfachschule, SportvereinLehrbetrieb, Sponsoring mit Nennung (Link als gesponsert gekennzeichnet)

Die Liste ist eine Auswahl nach Art der Quelle, keine Empfehlung einzelner Anbieter. Entscheidend ist bei allen dasselbe: Firmenname, Adresse und Telefonnummer stehen überall gleich. Warum das für die lokale Suche zählt, erklärt der Artikel Local SEO für Handwerker.

Welche Quellen zitiert ChatGPT bei Handwerkern?

Unter den erfassten Quellen: Branchenverzeichnisse bei 53 von 93 Betrieben, die eigene Website bei 40, Wikipedia bei 21. Im Oktober 2026 haben wir ChatGPT mit Websuche zu 93 Handwerks- und Gebäudetechnikbetrieben aus Luzern, Schwyz, Zug, Obwalden und Uri befragt. Pro Betrieb waren es sieben Fragen, von der Anbietersuche an einem Ort bis zum Problem im Alltag.

Tabelle seitlich wischbar.

Quellen, die ChatGPT bei 93 Handwerksbetrieben zitierte
QuelleBetriebe, bei denen ChatGPT sie zitierte
Ein Online-Branchenverzeichnis (local.ch, ranq.ch, ofri.ch, search.ch oder daibau.ch)53 von 93
darunter local.ch20
darunter ranq.ch18
darunter ofri.ch17
darunter search.ch17
darunter daibau.ch10
Die eigene Website des Betriebs40 von 93
Wikipedia21 von 93

Mehrfachnennungen möglich: Bei einem Betrieb können mehrere Verzeichnisse zitiert sein.

Quelle: eigene Erhebung The Zone Media, 13. Oktober 2026. ChatGPT mit Websuche über die Programmierschnittstelle, ohne Standort, jede Frage einmal gestellt. Die Betriebe stammen aus der Zielfirmenliste von The Zone Media (Google-Maps-Recherche und Firmenverzeichnisse). Keiner ist Kunde. Einzelne Betriebe standen früher mit uns in Kontakt; für die Messung wurde niemand angeschrieben.

Verzeichniseinträge sind damit doppelt nützlich: als Erwähnung und Link für Google und als Quelle, aus der ChatGPT seine Antworten zusammenstellt. Wir empfehlen kein bestimmtes Verzeichnis. Wichtig ist, dass Ihre Angaben überall vollständig und gleich sind. Wie Sie in KI-Antworten erscheinen, zeigt der Artikel In ChatGPT gefunden werden.

Ein Eintrag, den Kunden lesen, Google findet und ChatGPT zitiert, bringt mehr als Links, die niemand anklickt.

Gute Links kosten vor allem Zeit und Kontakte. Links, die nur fürs Ranking gekauft werden, verstossen gegen die Spam-Richtlinien von Google. Google nennt als Link-Spam unter anderem:

  • gekaufte oder verkaufte Links, die das Ranking verbessern sollen, auch gegen Waren oder Dienstleistungen,
  • exzessiven Linktausch nach dem Muster "Verlinkst du mich, verlinke ich dich",
  • Links, die automatisierte Programme oder Dienste erstellen.

Bezahlte Platzierungen sind erlaubt, wenn sie gekennzeichnet sind, mit rel="sponsored" oder rel="nofollow". Ein bezahlter Eintrag in einem Branchenverzeichnis oder eine Verbandsmitgliedschaft ist deshalb normal: Sie bezahlen für Sichtbarkeit bei Kunden. Problematisch wird es, wenn Sie für einen Link zahlen, der nur Google beeindrucken soll.

So nennen SEO-Tools Links von Spam-Seiten, die auf Ihre Website zeigen. Google kann laut eigener Aussage in der Regel selbst beurteilen, welchen Links es vertraut. Das Werkzeug "Links für ungültig erklären" in der Search Console brauchen Sie deshalb normalerweise nicht. Google empfiehlt es nur, wenn viele künstliche oder minderwertige Links auf Ihre Website zeigen und diese eine manuelle Massnahme ausgelöst haben oder wahrscheinlich auslösen.

Ein Link kann erst wirken, wenn Google die verlinkende Seite neu gelesen hat. Wann das geschieht, hängt von der verlinkenden Website ab und liegt nicht in Ihrer Hand. Wie Google Seiten abruft, erklärt der Artikel Technisches SEO. Wie stark sich ein Link danach auf Positionen auswirkt, lässt sich nicht seriös vorhersagen. Planen Sie Offpage-SEO deshalb als laufende Arbeit über Monate, nicht als einmalige Aktion.

So messen Sie Offpage-SEO

  • Bericht "Links" in der Search Console: Er zeigt, welche Websites am häufigsten auf Ihre verlinken und welche Ihrer Seiten am häufigsten verlinkt sind.
  • Suchen nach Ihrem Firmennamen: Steigen sie im Leistungsbericht, kann das auf wachsende Bekanntheit hindeuten.
  • Unternehmensprofil: Anrufe, Wegbeschreibungen und Website-Klicks aus Google Maps.
  • KI-Antworten: Der kostenlose Zone-Check zeigt, ob ChatGPT und Gemini Ihre Firma bei typischen Fragen nennen.

Selbst machen oder machen lassen?

Verbände, Lieferanten und Gemeinde kennen Sie besser als jede Agentur. Diese Kontakte pflegen Sie selbst oder mit einer festen Person im Betrieb.

Die Verzeichnisse übernehmen wir in der laufenden Betreuung Zone SEO für CHF 1'290 pro Monat. Das Arbeitsfeld Sauberer Linkaufbau unserer SEO-Agentur baut Links über Branche, Region und Partner auf, ohne gekaufte Linkpakete. Für die Quellen, die KI-Assistenten lesen, gibt es Zone GEO für CHF 1'190 pro Monat, mehr dazu auf der Seite GEO für KMU. Alle Preise exkl. MWST.

Fazit

Offpage-SEO ist für ein KMU keine Linkjagd, sondern Beziehungspflege mit System: Verzeichnisse vollständig führen, Verbände und Hersteller nutzen, Partner und Medien ansprechen. Google wertet Verweise von bekannten Websites als Vertrauenssignal, und ChatGPT zitiert dieselben Quellen. Wer hier sauber arbeitet, schafft die Grundlage, bei Google und in KI-Antworten gefunden zu werden, ohne Risiko durch gekaufte Links.

Was ist Offpage-SEO?

Offpage-SEO umfasst alle Massnahmen ausserhalb Ihrer eigenen Website, die Google zeigen, dass andere Ihnen vertrauen: Backlinks von anderen Websites, Einträge in Verzeichnissen, Erwähnungen in Medien und bei Verbänden sowie Bewertungen. Für die lokale Suche zählt laut Google auch die Zahl der Websites, die auf ein Unternehmen verweisen. Das Gegenstück ist Onpage-SEO, also alles auf Ihrer eigenen Website.

Wie bekomme ich Backlinks?

Am einfachsten über Quellen, zu denen Sie schon eine Verbindung haben: Branchenverzeichnisse wie local.ch und search.ch, Mitgliedschaften in Verbänden mit Profilseite, Partnersuchen von Herstellern, das Gewerbeverzeichnis Ihrer Gemeinde und Referenzseiten von Kunden und Partnern. Dazu kommen Inhalte, die andere gern verlinken, etwa ein Ratgeber mit eigenen Zahlen oder ein Fachbeitrag in einer regionalen Zeitung.

Wo finde ich kostenlose Backlinks?

In der Regel kostenlos sind Grundeinträge in Verzeichnissen wie local.ch und search.ch, Einträge in Gewerbeverzeichnissen von Gemeinden, Referenzseiten von Kunden und Partnern sowie Erwähnungen in Medien nach einer Medienmitteilung. Verbandsprofile gibt es mit der Mitgliedschaft. Vorsicht bei Angeboten für Links in grosser Zahl: Links aus automatisierten Programmen oder Diensten zählt Google zum Link-Spam.

Darf man Backlinks kaufen?

Nach den Richtlinien von Google nur mit Kennzeichnung. Gekaufte Links, die das Ranking verbessern sollen, und exzessiven Linktausch nennt Google ausdrücklich Link-Spam. Bezahlte Platzierungen sind erlaubt, wenn sie mit rel="sponsored" oder rel="nofollow" gekennzeichnet sind. Ein bezahlter Verzeichniseintrag oder eine Verbandsmitgliedschaft ist deshalb in der Regel unproblematisch, solange Sie für Sichtbarkeit bei Kunden zahlen und nicht für den Link.

Wie lange dauert es, bis Backlinks wirken?

Ein Link wirkt erst, wenn Google die verlinkende Seite neu gelesen hat. Wann das geschieht, hängt von der verlinkenden Website ab und liegt nicht in Ihrer Hand. Wie stark ein Link danach auf Positionen wirkt, lässt sich nicht seriös vorhersagen. Offpage-SEO ist darum laufende Arbeit über Monate, keine einmalige Aktion.

Diesen Artikel zitieren

APA 7
León, J. J. (2026, 6. November). Offpage-SEO und Linkaufbau: So kommen Schweizer KMU zu guten Backlinks. The Zone Media. https://thezone.ch/blog/offpage-seo-backlinks
Im Fliesstext
(León, 2026)