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Google Ads vs. Microsoft Advertising: Lohnt sich Bing in der Schweiz?

Jeremy Joel León
Publiziert:
20.07.2026
Aktualisiert:
01.08.2026
The Zone

Inhalt

Die Kurzantwort: Für die meisten Schweizer KMU ist Google Ads die erste Wahl. Google hält in der Schweiz rund 82 Prozent Marktanteil bei der Suche, Bing rund 10 Prozent (StatCounter, Mai 2026). Microsoft Advertising lohnt sich vor allem als Ergänzung im B2B-Umfeld, sobald das Google-Konto profitabel läuft.

Der grundsätzliche Unterschied

Beide Plattformen funktionieren nach demselben Prinzip: Sie bieten auf Suchbegriffe, Ihre Anzeige erscheint über oder neben den Suchresultaten, und Sie zahlen pro Klick. Wer Google Ads bedienen kann, findet sich in Microsoft Advertising schnell zurecht. Der Unterschied liegt nicht in der Mechanik, sondern in drei Faktoren: Reichweite, Zielgruppe und Wettbewerbsdichte.

Google Ads spielt Anzeigen in der Google-Suche und bei Suchnetzwerk-Partnern aus. Microsoft Advertising bedient die Bing-Suche und ein Partnernetzwerk, zu dem unter anderem Yahoo, DuckDuckGo, MSN und Microsoft Copilot gehören. Für die Schweiz heisst das konkret: Google dominiert klar, Microsoft ist die Nische mit spezifischen Stärken.

Google Ads und Microsoft Advertising im Vergleich

Kriterium
Marktanteil Suche CH
Reichweite
Klickpreise
Zielgruppe
LinkedIn-Targeting
Setup-Aufwand
Suchvolumen absolut (CH)
Google Ads
81.57 %
Google-Suche, Suchnetzwerk-Partner
Tendenziell höher, da mehr Werbetreibende mitbieten
Breit, alle Alters- und Nutzergruppen, stark mobil
Nicht verfügbar
Aufbau von Grund auf
Hoch, auch für Nischen-Keywords
Microsoft Advertising
10.16 % (Bing), plus Partnernetzwerk: Yahoo 2.3 %, DuckDuckGo 2.27 %
Bing, Yahoo, DuckDuckGo, MSN, Outlook.com, Microsoft Copilot
Tendenziell tiefer, da weniger Wettbewerb pro Keyword
Desktop-lastig, Business-Umfeld, da Bing in vielen Firmenumgebungen als Standard vorinstalliert ist
Verfügbar: Ausrichtung nach Branche, Jobfunktion und Unternehmen
Import bestehender Google-Ads-Kampagnen möglich
Klein, für lokale Nischen oft zu wenig Volumen

Quelle Marktanteile: StatCounter Global Stats, Schweiz, Mai 2026. Alle übrigen Angaben: Plattform-Eigenschaften und Erfahrungswerte aus der Kontoführung.

Was für Microsoft Advertising spricht

Microsoft Advertising ist kein Google-Ersatz, hat aber vier Argumente, die je nach Geschäftsmodell relevant sind:

Weniger Wettbewerb pro Keyword. Viele Werbetreibende schalten ausschliesslich Google Ads. Auf Bing bieten dadurch weniger Konkurrenten mit, was die Klickpreise in vielen Branchen drückt.

LinkedIn-Profil-Targeting. Microsoft Advertising kann Gebote nach Branche, Jobfunktion und Unternehmen der suchenden Person anpassen. Diese Möglichkeit gibt es bei Google Ads nicht und sie ist für B2B-Anbieter der stärkste Einzelgrund für die Plattform.

Business- und Desktop-Publikum. Bing ist in Windows- und Edge-Umgebungen vieler Unternehmen als Standard gesetzt. Wer Entscheider während der Arbeitszeit am Desktop erreichen will, findet hier einen überdurchschnittlichen Anteil dieser Zielgruppe.

Tiefer Einstiegsaufwand. Die Import-Funktion übernimmt bestehende Google-Ads-Kampagnen inklusive Anzeigengruppen und Keywords. Der Testbetrieb kostet damit vor allem Budget, kaum Aufbauzeit.

Wo Microsoft Advertising an Grenzen stösst

Kleines Suchvolumen in der Schweiz. Rund 10 Prozent Marktanteil bedeuten: Was bei Google 1000 Suchanfragen sind, sind bei Bing grob 100. Für lokale Dienstleistungen mit kleinem Einzugsgebiet bleibt oft zu wenig übrig, um verlässlich Anfragen zu generieren.

• Zweites Konto, doppelter Pflegeaufwand. Ein importiertes Konto optimiert sich nicht von selbst. Gebote, Suchbegriffs-Berichte und Budgets brauchen eigene Betreuung, sonst verbrennt der Nebenkanal leise Geld.

Schwächeres Ökosystem. Automatisierung, Gebotsstrategien und Messwerkzeuge sind bei Google ausgereifter. Wer datengetrieben optimiert, stösst bei Microsoft früher an Grenzen.

Junge und mobile Zielgruppen fehlen weitgehend. Wer primär mobil oder an ein jüngeres Publikum verkauft, erreicht über Bing nur einen Bruchteil seines Markts.

Ist Microsoft Advertising günstiger als Google Ads?

In vielen Branchen sind die Klickpreise bei Microsoft Advertising tiefer, weil weniger Werbetreibende auf dieselben Keywords bieten. Entscheidend ist aber nicht der Klickpreis, sondern der Preis pro Anfrage. Ein tieferer CPC nützt nichts, wenn das Suchvolumen zu klein ist, um daraus verlässlich Anfragen zu machen.

Dazu kommt: Günstige Klicks verleiten zu falschen Schlüssen. Wer nur den CPC vergleicht, übersieht Unterschiede in der Suchintention und in der Qualität des Traffics. Die einzige belastbare Antwort liefert ein sauberer Test mit eigenem Conversion-Tracking im eigenen Konto, nicht eine Branchen-Durchschnittszahl aus einem Blogartikel.

Für welche KMU in der Schweiz lohnt sich Microsoft Advertising?

Microsoft Advertising lohnt sich vor allem für B2B-Anbieter mit klar definierten Zielbranchen, für erklärungsbedürftige Angebote im Desktop-Umfeld und als Ergänzung, wenn das Google-Ads-Konto bereits profitabel ausgeschöpft ist. Für lokale Dienstleistungen mit kleinem Einzugsgebiet reicht das Suchvolumen selten aus.

Ein einfacher Selbsttest: Suchen Ihre Kunden während der Arbeitszeit am Firmenrechner nach Ihrem Angebot? Dann ist die Bing-Nutzerschaft für Sie überdurchschnittlich relevant. Suchen sie abends auf dem Smartphone, spricht fast alles für eine Konzentration auf Google.

Unsere Einschätzung als Google-Ads-Agentur

Transparenz vorweg: The Zone ist eine reine Google-Performance-Agentur. Wir verdienen nichts daran, Ihnen Microsoft Advertising auszureden oder einzureden. Genau deshalb können wir es nüchtern einordnen.

Unsere Empfehlung für Schweizer KMU folgt einer klaren Reihenfolge:

1. Zuerst Google Ads ausschöpfen. Rund 82 Prozent des Suchmarkts liegen hier. Solange Kampagnenstruktur, Conversion-Tracking oder Suchbegriffs-Hygiene im Google-Konto Lücken haben, bringt jeder Franken dort mehr als auf einer Zweitplattform.

2. Dann prüfen, ob das Profil passt. B2B-Zielgruppe, Desktop-Nutzung, genügend Suchvolumen im eigenen Segment: Erst wenn diese Bedingungen erfüllt sind, ist ein Microsoft-Test sinnvoll.

3. Als Test aufsetzen, nicht als Glaubensfrage. Kampagnen importieren, Budget begrenzen, gleiche Conversion-Messung wie im Google-Konto, nach einer definierten Laufzeit die Kosten pro Anfrage vergleichen. Die Zahl entscheidet, nicht das Bauchgefühl.

Platzhalter · Freigabe Jeremy

[Hier folgt eine konkrete Kennzahl aus unserem Tracking: ein belegbarer CPC- oder CPL-Wert aus einem Schweizer KMU-Konto, mit Zeitraum und Branchenkontext. Veröffentlichung erst nach Freigabe.]

Aus unserem Tracking, The Zone Media GmbH

Wie wir Google-Ads-Konten aufbauen und woran wir Erfolg messen, zeigen wir auf unserer Seite zu Google Ads für Schweizer KMU.

Häufige Fragen zu Google Ads und Microsoft Advertising

Kann ich bestehende Google-Ads-Kampagnen zu Microsoft Advertising importieren?
Ja. Microsoft Advertising bietet eine Import-Funktion, mit der Sie Kampagnen, Anzeigengruppen und Keywords direkt aus Google Ads übernehmen. Prüfen Sie nach dem Import Gebote, Budgets und Ausrichtung: Die Wettbewerbssituation auf Bing unterscheidet sich von Google, unveränderte Einstellungen führen selten zum gleichen Ergebnis.
Wo erscheinen Anzeigen von Microsoft Advertising?
Anzeigen aus Microsoft Advertising erscheinen in der Bing-Suche sowie im Microsoft-Partnernetzwerk, unter anderem bei Yahoo, DuckDuckGo, MSN und Outlook.com. Auch in Microsoft Copilot werden Anzeigen ausgespielt.
Was ist der Unterschied zwischen Bing Ads und Microsoft Advertising?
Keiner. Bing Ads wurde 2019 in Microsoft Advertising umbenannt. Es handelt sich um dieselbe Werbeplattform, der alte Name hält sich im Sprachgebrauch aber bis heute.
Braucht mein KMU beide Plattformen gleichzeitig?
In den meisten Fällen nein. Sinnvoll ist die Reihenfolge: zuerst Google Ads sauber aufbauen und profitabel machen, erst danach Microsoft Advertising als Ergänzung testen. Zwei halbherzig betreute Konten liefern schlechtere Ergebnisse als ein konsequent optimiertes.
Jeremy Joel León
Gründer & Performance-Lead, The Zone Media

Jeremy baut seit 2019 Google-Ads- und SEO-Kampagnen für Schweizer KMU, mit vollem Tracking und ohne Knebelverträge. Was er hier schreibt, wendet er täglich in Kundenkonten an. Mehr über das Team →